Burgerschaft Visp

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Von Kalbermatten

Eingeburgert im Jahr 1631

Wappen

Durch eine eingeschweifte Spitze dreigeteilt, zeigt das Wappen im linken oberen Teil auf silbernem Hintergrund das alte Kalbermatten-Wappen: in Silber auf grünem Dreiberg ein schwarzes Antoniuskreuz, begleitet von 3 goldenen Sternen; im rechten oberen Teil: in Silber auf grünem Dreiberg ein natürlich-grauer Zinnenturm; und im unteren Teil, ebenfalls in Silber, ein über ein grünes Kleeblatt springender schwarzer Stier. Sie finden das Wappen in der Burgerstube von Visp.

Vom ursprünglichen Wohnsitz „zer Chalbermatta“ bei Saas-Fee stammende, sehr stark verbreitete Familie, die in der Walliser Geschichte durch ihre Amtsleute, 7 Landeshauptmänner, 15 Landvögte und sonstige Würdenträger, eine bedeutende Rolle spielte und schon 1305 erstmals genannt wird.

Familien dieses Namens haben sich zu verschiedenen Zeiten in Visp niedergelassen und das Burgerrecht der Vespiae Nobilis erworben. Mit Johann I. Kalbermatten aus dem Saastal bürgerte sich 1631 ein weiterer Zweig aus dem Saastal in Visp ein, dessen Nachkommen zu höchsten militärischen Ehren gelangen sollten.

Die erste Nachricht über Johann I. Kalbermatten in Visp stammt vom 1. März 1602, wo er als “Einwohner von Visp“ bezeichnet wird. Aus einer Urkunde vom 30. November 1621 geht deutlich hervor, dass er ursprünglich aus dem Saastal stammte. Johann Kalbermatten war mit einer Tochter des Visper Burgers Anton Kreuzer verheiratet. Am 3. Januar 1631 erhielt er für sich und seine beiden Söhne Johann und Peter das Burgerrecht und musste dafür 200 maurische Pfund und 2 silberne “Tatzen“ entrichten.

Mehrere Mitglieder dieser Familie bekleideten öffentliche Ämter oder dienten in ausländischen Armeen:

Peter II. (1664-1744)

war mehrmals Burgermeister von Visp, Kastlan des Freigerichts Baltschieder-Gründen sowie Ammann der Talschaft Geren im Goms.

Peter Joseph Arnold (1726-1804)

Sohn von Peter II. Notar, Burgermeister von Visp, amtete 1755-1757 als Landvogt von Monthey.

Joseph Louis (1747-1834)

Sohn des vorigen, Offizier in französischen und spanischen Diensten, erhielt am 5. Juli 1823 als Oberst im Ruhestand vom französischen König Louis XVIII. den erblichen Baronentitel mit Wappen verliehen.

Jakob Joseph Emanuel Peter (1756-1830)

Bruder des vorigen, Doktor der Theologie, wurde 1783 Pfarrer und Dekan von Visp, 1791 Domherr von Sitten und 1822 Dekan des Domkapitels.

Joseph Theodosius Alexander (1788-1866)

Sohn des Joseph Louis, Offizier in Frankreich und Spanien, trat 1832 im Rang eines Oberleutnants in päpstliche Dienste ein und wurde 1834 zum Obersten und 1844 zum päpstlichen General befördert. 1850 erfolgte die Ernennung zum Kriegsminister des Kirchenstaates.

Theophil Franz (1790-1844)

Bruder des vorigen, Oberst in spanischen Diensten. Wilhelm Theodor (1793-1875), Bruder der vorigen, Offizier in französischen Diensten, war 1844 Kommandant der "Alt Schweiz" in den Kämpfen gegen die "Junge Schweiz", 1845/1846 und 1846/1847 Walliser Staatsratspräsident und befehligte 1847 als General die Walliser Truppen im Sonderbundkrieg. Nach dem Sturz des Sonderbundes berief ihn Papst Pius lX. 1850 in seine Dienste.

Wilhelm Theodor

übernahm als Brigadegeneral das Kommando über die päpstlichen Truppen. Mit diesen verteidigte er Pesaro, Ancona, und fochte in der Schlacht von Castelfidardo. 1870, als italienische Truppen Rom angriffen, war er unter den Verteidigern Roms und Mitglied des päpstlichen Kriegsrates.

Mit Joseph Theodosius Alexander (1788-1866) hatte sich ein Zweig der Familie von Kalbermatten in Österreich niedergelassen, der 1975 mit dem Tod der Baronin Maria Josephina Estella Anna von Kalbermatten, Gattin des Oberstleutnants Richard von Schüch-Glickhfelden, erloschen ist.

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